Weil jede Maske zählt:
DISCHER Automatisierungstechnik GmbH stellt auf Schutzmaskenanlagen „Made in Germany“ um

Als die WHO im April warn­te, dass es im Kampf gegen das Coronavirus welt­weit nicht genü­gend Mundschutz-Masken, Schutzbekleidung und Handschuhe gebe, stell­te sich für die Geschäftsführung in Bad Wünnenberg nur eine Frage: „Schicken wir unse­re Mitarbeiter in Kurzarbeit oder zie­hen wir die Konsequenz aus die­ser Krise und fan­gen wie­der an, unab­hän­gi­ger vom Weltmarkt zu wer­den?“, sagt Reinhard Discher.

Die Antwort dar­auf ist eine voll­au­to­ma­ti­sier­te Maskenproduktionsanlage, die bereits den ers­ten Kunden in die­ser Woche erreicht hat. Diese Masken die­nen sowohl dem Eigenschutz, als auch dem Umfeld, um sich vor infek­tiö­ser Tröpfchenübertragung zu schüt­zen.

Wie bei der DISCHER Automatisierungstechnik GmbH die Herausforderung in eine Lösung umge­setzt wur­de, das schau­ten sich auch in die­ser Woche Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther sowie CDU-Bundestagsabgeordneter Carsten Linnemann und CDU-Landtagsabgeordneter Bernhard Hoppe-Biermeyer vor Ort an. Rund 2 Stunden nah­men sie sich Zeit, um sich über die Schutzmasken-Situation in Deutschland sowie den Entwicklungs- und Herstellungsprozess der Maskenanlagen im Unternehmen Discher zu infor­mie­ren.

Innerhalb von drei Monaten haben die Mitarbeiter der Discher GmbH die Anlagen kon­stru­iert, ent­wi­ckelt, gefer­tigt und in Betrieb genom­men. „Made in Germany“ stand dem Unternehmen dabei im Vordergrund. „Die Corona-Krise hat uns allen sehr deut­lich gezeigt, dass Schutzgüter zur Krisenversorgung wie­der im eige­nen Land her­ge­stellt wer­den müs­sen“, sagt Reinhard Discher. Allerdings sei der jetzt sehr hohe Bedarf an Schutzmasken mit den aktu­el­len Produktionskapazitäten in Deutschland nicht zu decken.

Die voll­au­to­ma­ti­sier­ten Mundschutzmaskenanlagen die­nen zur Hochgeschwindigkeitsfertigung und leis­ten bis zu 3.000 Masken in einer Stunde. Dabei han­delt es sich sowohl um die han­dels­üb­li­chen OP-Masken (CE-Konform und gemäß DIN/​EN14683) als auch FFP2-Masken.

Der Fertigungsprozess der Anlagen umfasst die Spulenzuführung der Vliese, Maskenfaltung, Nasenklammerzuführung sowie Positionierung, Ultraschallschweißen, Ohrbandzuführung und -anschwei­ßen, Stanzen sowie die Ausgabe der Masken in ein Behältnis.

Die Nachfrage nach die­sen Maskenanlagen ist enorm: Rund 130 Anfragen hat es mitt­ler­wei­le gege­ben, etwa zwei Dutzend Aufträge hat DISCHER allein inner­halb der letz­ten drei Wochen für die Fertigung von Maskenanlagen erhal­ten. Auftraggeber sind unter ande­rem Unternehmen aus der Pharma-Branche, dem Gesundheitswesen sowie aus dem Automotiv- und Textilbereich.

Wegen der hohen Nachfrage wird trotz der Urlaubszeit wei­ter flei­ßig und mit ver­ein­ten Kräften dar­an gear­bei­tet, so vie­le Anlangen wie mög­lich zu fer­ti­gen, um dem Coronavirus ent­ge­gen­zu­wir­ken.

v. l. CDU-Landtagsabgeordneter Bernhard Hoppe-Biermeyer, CDU-Bundestagsabgeordneter Carsten Linnemann; Bad Wünnenbergs Bürgermeister Christoph Rüther, Martin Dören (Discher Automatisierungstechnik GmbH)